Recruiting-Kennzahlen sind Verhältniszahlen aus eigenen, abgegrenzten Zählern. Time-to-Hire ist das Datum der Zusage minus das Datum der Bewerbung. Cost-per-Hire ist die Summe der erfassten Kosten geteilt durch die Zahl der Einstellungen. Cost-per-Application ist die Summe der externen Kanalkosten geteilt durch die diesem Kanal zugeordneten Bewerbungen. Ohne die Abgrenzung der Zähler ist die Kennzahl keine Kennzahl.
Definitionen der fokus digital GmbH, Stand 23. Oktober 2026. Die Vakanzzeit der Bundesagentur für Arbeit ist eine andere Größe und wird unten davon getrennt. Eurobeträge aus einzelnen Kampagnen stehen hier nicht, weil sie ohne die eigene Abrechnung nicht belegbar sind.
Für Leitung & Geschäftsführung
- Eine Kennzahl ohne festgelegten Zähler und Nenner lässt sich nicht vergleichen, auch nicht mit dem eigenen Vormonat.
- Time-to-Hire und Time-to-Fill beginnen an verschiedenen Tagen. Wer sie in eine Zahl wirft, misst zwei Prozesse.
- Interne Stunden gehören nur dann in den Cost-per-Hire, wenn sie tatsächlich erfasst sind. Ein geschätzter Stundensatz wäre eine erfundene Zahl.
Was eine Recruiting-Kennzahl ist
Eine Recruiting-Kennzahl ist ein Verhältnis aus zwei Größen, die dieselbe Stelle, denselben Zeitraum und dieselbe Einrichtung betreffen. Der Zähler ist ein Aufwand oder eine Dauer. Der Nenner ist ein Ergebnis: eine Bewerbung, eine Einstellung, ein Schritt im Prozess. Fehlt eine der beiden Größen, bleibt eine Beobachtung übrig, aber keine Kennzahl.
Seitenaufrufe, Reichweite und Klicks sind keine Recruiting-Kennzahlen. Sie sagen, dass jemand etwas gesehen hat. Sie sagen nicht, dass sich jemand beworben hat. In der Auswertung von 5.535 Träger-Websites, Stand 9. Juli 2026, messen 4,0 Prozent, ob aus einem Besuch eine Bewerbung oder eine Anfrage wird. Mindestens 42,0 Prozent setzen überhaupt Web-Analytics ein. Das ist eine Untergrenze, weil je Website höchstens 29 Unterseiten gelesen werden. Die Lücke zwischen diesen beiden Anteilen ist der Grund, warum viele Häuser Kennzahlen nennen, die sie nicht rechnen können.
Dieser Beitrag definiert die Formeln. Er setzt keine Eurobeträge ein. Ein Betrag aus einer fremden Kampagne wäre ein Einzelfall ohne Ihre Kostenstellen. Was an Kostenarten überhaupt in eine Rechnung gehört, ohne einen pauschalen Preis zu nennen, steht im Beitrag Was Recruiting kostet.
Time-to-Hire und Time-to-Fill
Time-to-Hire ist die Zahl der Kalendertage vom Eingang der Bewerbung bis zur Zusage an diese Person. Formel: Datum der Zusage minus Datum der Bewerbung. Gezählt wird die erfolgreiche Bewerbung, nicht der Durchschnitt aller Absagen. Wer alle Bewerbungen in den Nenner nimmt, misst etwas anderes, nämlich die Liegedauer des Stapels.
Time-to-Fill beginnt früher. Der Start ist der Tag, an dem die Stelle intern zur Besetzung freigegeben wurde, nicht der Tag der ersten Anzeige und nicht der Tag der ersten Bewerbung. Formel: Datum der Zusage minus Datum der internen Freigabe. Die Differenz zwischen Time-to-Fill und Time-to-Hire ist die Zeit, in der die Stelle schon offen war, aber noch keine Bewerbung dieser Person vorlag. Diese Differenz zeigt, ob das Warten vor der Suche lag oder in der Auswahl.
Beide Größen brauchen ein Datum im System, nicht eine Erinnerung. Fehlt das Freigabedatum, gibt es kein Time-to-Fill. Fehlt das Bewerbungsdatum, gibt es kein Time-to-Hire. Eine gerundete „ungefähr sechs Wochen“ ist dann eine Schätzung und sollte auch so heißen.
Die beiden Formeln sind Definitionen für die eigene Steuerung. Sie sind nicht die Vakanzzeit der Bundesagentur für Arbeit. Die Vakanzzeit steht im nächsten Abschnitt, weil sie oft mit Time-to-Fill verwechselt wird.
Vakanzzeit: was die Bundesagentur misst
Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit definiert die abgeschlossene Vakanzzeit so: die Zeit in Tagen vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung einer gemeldeten Arbeitsstelle beim Arbeitgeberservice. Quelle: Statistik der BA, Methodenbericht „Engpassanalyse: Methodische Weiterentwicklung“, Abschnitt 3.1.1.
Die Abmeldung ist eine Näherung für den tatsächlichen Besetzungstag, weil der Besetzungstag selbst nicht in der Statistik steht. Zwischen Besetzung und Abmeldung kann Zeit vergehen. Diese Verzögerung lässt sich nicht beziffern. Stornierte Stellen fließen nicht ein, weil die Gründe für eine Stornierung statistisch nicht erfasst sind. Als Mittelwert wird der Median verwendet, nicht das arithmetische Mittel, weil einzelne sehr lange Laufzeiten den Durchschnitt ziehen. Für 2018 nennt der Methodenbericht über alle Berufe ohne Helfertätigkeiten eine durchschnittliche Vakanzzeit von 115 Tagen und einen Median von 57 Tagen. Das ist ein Wert über Berufe hinweg, kein Zielwert für ein Pflegeheim und kein Wert für einen einzelnen Beruf.
Dieselbe Quelle erklärt, warum eine feste Tagesgrenze als Engpasssignal in die Irre führt. Im Jahr 2010 galt ein Beruf bei gemeldeten Stellen, die 74 Tage und länger vakant waren, als Engpassberuf. 2019 musste der Wert bereits über 165 Tagen liegen. Eine Vakanzzeit von 80 Tagen wäre 2010 als Engpass gelesen worden und lag 2019 nicht einmal mehr in der Nähe des damaligen Durchschnitts. Eine Tageszahl aus einem alten Jahr auf die eigene Stelle zu legen, wiederholt genau diesen Fehler.
Für die Einrichtung folgt daraus eine klare Trennung. Time-to-Hire und Time-to-Fill rechnen Sie aus Ihren eigenen Daten. Die Vakanzzeit der BA beschreibt gemeldete, sozialversicherungspflichtige Stellen ab einer Besetzungsdauer von mindestens 7 Tagen, ohne Arbeitnehmerüberlassung. Sie ist ein Marktausschnitt, keine Hausstatistik. Einen Sollwert in Tagen für Pflegeheime legt dieser Methodenbericht nicht fest.
Cost-per-Application und Cost-per-Hire
Cost-per-Application ist die Summe der externen Kosten eines Kanals im Zeitraum, geteilt durch die Zahl der Bewerbungen, die diesem Kanal zugeordnet sind. Formel: externe Kanalkosten ÷ zugeordnete Bewerbungen. Extern heißt: Rechnungen, die der Kanal ausgelöst hat, etwa ein Anzeigenbudget oder eine Börsengebühr. Interne Stunden gehören in diese Formel nicht. Sonst vermischt sie zwei Fragen.
Die Zuordnung ist der heikle Teil. Eine Bewerbung, die über die eigene Karriereseite eingeht, kann von einer Anzeige, von einer Suche oder von einer Empfehlung kommen. Ohne ein Feld im Formular oder ohne eine saubere technische Herkunft bleibt der Nenner eine Schätzung. Dann darf die Kennzahl nicht als Kanalvergleich ausgegeben werden.
Cost-per-Hire ist die Summe der Kosten, die für die besetzten Stellen in dem Zeitraum tatsächlich erfasst sind, geteilt durch die Zahl der Einstellungen. Formel: (externe Kosten + erfasste interne Kosten) ÷ Einstellungen. Interne Kosten dürfen nur in den Zähler, wenn die Stunden oder die Rechnung wirklich gebucht sind. Ein angenommener Stundensatz, den niemand erfasst hat, macht die Kennzahl zur Fiktion. Fehlt die interne Zeit, ist der Cost-per-Hire unvollständig, und genau das gehört an die Zahl geschrieben.
Eine Einstellung ist der Nenner, keine Bewerbung. Wer die Kosten durch Bewerbungen teilt, hat wieder den Cost-per-Application. Die beiden Kennzahlen nebeneinander zeigen, wo Geld verloren geht: teure Bewerbungen bei billiger Einstellung, oder billige Bewerbungen, von denen fast keine bleibt.
Einen Eurobetrag setzen wir hier bewusst nicht ein. Welche Kostenarten in die eigene Rechnung gehören, lässt sich aus dem Beitrag zu den Recruiting-Kosten ableiten. Ein Beispiel mit einer runden Summe würde so tun, als gäbe es einen Marktpreis. Den gibt es nicht.
| Kennzahl | Formel | Was nicht in die Formel gehört |
|---|---|---|
| Time-to-Hire | Datum der Zusage − Datum der Bewerbung | Die Zeit vor der Bewerbung, Absagen, die Vakanzzeit der BA |
| Time-to-Fill | Datum der Zusage − Datum der internen Freigabe | Das Datum der ersten Anzeige, wenn die Freigabe früher oder später lag |
| Cost-per-Application | Externe Kanalkosten ÷ zugeordnete Bewerbungen | Interne Stunden, Bewerbungen ohne Kanalzuordnung |
| Cost-per-Hire | (Externe Kosten + erfasste interne Kosten) ÷ Einstellungen | Ein geschätzter Stundensatz, Bewerbungen statt Einstellungen |
| Conversion je Schritt | Folgeschritt ÷ voriger Schritt | Eine einzige Quote von Klick bis Einstellung |
Wer diese Rechnung jeden Monat von Hand in einer Tabelle führt, rechnet oft mit unterschiedlichen Ständen. Im Cockpit tragen Sie die Posten eines Zeitraums einmal ein. Cost-per-Application und Cost-per-Hire entstehen dann aus denselben Feldern, und jede Rechnung bleibt als Version gespeichert. Wie die Posten zusammenkommen, steht im Beitrag Was Recruiting kostet.
Der Bewerber-Funnel: wo Bewerbungen verloren gehen
Ein Bewerber-Funnel zeigt, wie viele Menschen von einer Stufe zur nächsten kommen: vom Besuch der Karriereseite bis zur Einstellung. Er ist nichts anderes als die Conversion je Schritt, nur für alle Schritte nebeneinander. So sehen Sie auf einen Blick, an welcher Stelle die meisten aussteigen, und wissen, wo Sie ansetzen.
Conversion ist der Anteil, der von einem Schritt zum nächsten kommt. Formel: Zahl im Folgeschritt ÷ Zahl im vorigen Schritt. Die Schritte werden getrennt gehalten: Besuch der Stellenseite, abgeschickte Bewerbung, Gespräch, Zusage. Eine einzige Conversion „von Klick zu Einstellung“ vermischt Technik, Auswahl und Absage und lässt sich nicht mehr einer Ursache zuordnen.
4,0 Prozent der 5.535 ausgewerteten Träger-Websites messen überhaupt, ob aus einem Besuch eine Bewerbung oder eine Anfrage wird. Das ist die Voraussetzung für die erste Stufe. Mindestens 15,5 Prozent haben die Search Console verifiziert und können damit sehen, welche Suchanfragen Impressionen und Klicks bringen. Auch das ist eine Untergrenze. 21,7 Prozent setzen Google Analytics ein. Das ist ein stabiles Signal und ersetzt die Search Console nicht: Analytics sieht den Besuch, die Search Console die Suchanfrage.
Mindestens 16,2 Prozent der ausgewerteten Websites haben eine eigene Karriereseite, mindestens 44,9 Prozent machen Stellen online auffindbar, beides Untergrenzen. Mindestens 100 der 5.535 Websites zeichnen Stellen mit einem Stellen-Schema aus, mindestens 1,8 Prozent. Ohne auffindbare Stelle gibt es keinen Nenner für die erste Conversion. Die technische Seite davon steht unter Google for Jobs.
Kleine Stufen sind aussagekräftiger als eine große. Fällt die Quote zwischen Stellenseite und abgesendeter Bewerbung, liegt der Bruch im Formular oder in der Anzeige. Fällt sie zwischen Gespräch und Zusage, liegt er in der Auswahl oder im Angebot. Dieselbe Gesamtquote kann beide Brüche verdecken.
4,0 %
messen Bewerbung oder Anfrage
stabiles Signal, Conversion-Tracking
mind. 42,0 %
Web-Analytics im Einsatz
Untergrenze
21,7 %
Google Analytics
stabiles Signal, ersetzt die Search Console nicht
Die Stufen und woher die Zahl kommt
Jede Stufe braucht eine eigene Quelle. Wenn eine Stufe fehlt, bleibt im Funnel eine Lücke. Das ist ehrlicher als eine geschätzte Zahl.
1. Besuch der Karriereseite
- Woher die Zahl kommt
- Website-Statistik
- Was Sie daran ablesen
- Wie viele Menschen überhaupt kommen
2. Stellenanzeige geöffnet
- Woher die Zahl kommt
- Website-Statistik
- Was Sie daran ablesen
- Ob die Stellen auf der Karriereseite gefunden werden
3. Bewerbung begonnen
- Woher die Zahl kommt
- Formular, Ereignis „Formular gestartet“
- Was Sie daran ablesen
- Ob die Anzeige überzeugt
4. Bewerbung abgeschickt
- Woher die Zahl kommt
- Formular oder Bewerbermanagement
- Was Sie daran ablesen
- Ob das Formular einfach genug ist
5. Gespräch geführt
- Woher die Zahl kommt
- Bewerbermanagement
- Was Sie daran ablesen
- Ob schnell genug geantwortet und eingeladen wird
6. Zusage
- Woher die Zahl kommt
- Bewerbermanagement
- Was Sie daran ablesen
- Ob Angebot und Auswahl passen
7. Einstellung
- Woher die Zahl kommt
- Personalabteilung
- Was Sie daran ablesen
- Ob die Person wirklich anfängt
| Stufe | Woher die Zahl kommt | Was Sie daran ablesen |
|---|---|---|
| 1. Besuch der Karriereseite | Website-Statistik | Wie viele Menschen überhaupt kommen |
| 2. Stellenanzeige geöffnet | Website-Statistik | Ob die Stellen auf der Karriereseite gefunden werden |
| 3. Bewerbung begonnen | Formular, Ereignis „Formular gestartet“ | Ob die Anzeige überzeugt |
| 4. Bewerbung abgeschickt | Formular oder Bewerbermanagement | Ob das Formular einfach genug ist |
| 5. Gespräch geführt | Bewerbermanagement | Ob schnell genug geantwortet und eingeladen wird |
| 6. Zusage | Bewerbermanagement | Ob Angebot und Auswahl passen |
| 7. Einstellung | Personalabteilung | Ob die Person wirklich anfängt |

Im Beispiel beginnen viele eine Bewerbung, aber deutlich weniger schicken sie ab. Dann liegt der Bruch im Formular, nicht in der Anzeige: zu viele Pflichtfelder, ein Upload, der auf dem Handy scheitert, oder eine Anmeldung vor dem ersten Schritt. Genau diese Frage beantwortet der Funnel. Eine Gesamtquote würde sie verdecken. Die Zahlen im Bild sind erfunden und zeigen nur, wie die Ansicht aufgebaut ist.
Antwortzeit und Ghosting
Ghosting heißt, dass sich eine Seite nicht mehr meldet. Im Recruiting passiert das in beide Richtungen: Bewerberinnen und Bewerber erscheinen nicht zum Gespräch oder antworten nicht mehr, und Einrichtungen lassen Bewerbungen tagelang liegen. Beides sieht im Funnel gleich aus: Zwischen „Bewerbung abgeschickt“ und „Gespräch geführt“ fehlen Menschen.
Deshalb lohnt sich eine eigene Kennzahl: die Zeit bis zur ersten Antwort. Formel: Zeitpunkt der ersten persönlichen Antwort minus Zeitpunkt des Eingangs der Bewerbung, in Stunden. Eine automatische Eingangsbestätigung zählt nicht als Antwort. Sie ist trotzdem sinnvoll, weil sie zeigt, dass die Bewerbung angekommen ist.
Wer in der Pflege eine Stelle sucht, bewirbt sich oft bei mehreren Häusern gleichzeitig. Wer zuerst persönlich antwortet und einen Termin anbietet, hat einen Vorsprung. Eine bestimmte Stundenzahl als Richtwert nennen wir nicht, weil es dafür keinen belastbaren Wert für die Pflege gibt. Wichtiger ist, dass Sie Ihre eigene Zahl kennen und sie Monat für Monat vergleichen.
Was gegen Ghosting hilft
- Eine automatische Eingangsbestätigung mit dem Namen einer Ansprechperson und einer Telefonnummer.
- Eine feste Frist im Haus für die erste persönliche Antwort, und eine Vertretung, wenn die zuständige Person frei hat.
- Ein Link, über den die Bewerberin oder der Bewerber selbst einen Gesprächstermin wählt.
- Am Tag vor dem Gespräch eine kurze Erinnerung.
- Zählen, wie oft Gespräche ausfallen. Erst dann wissen Sie, ob Ghosting bei Ihnen ein Problem ist oder ein Gefühl.
Welche Kennzahl welche Frage beantwortet
Jede Kennzahl steht neben der Entscheidung, für die Sie sie brauchen. Steht die nötige Größe nicht im System, bleibt das Feld leer. Ein leeres Feld ist eine ehrlichere Auskunft als eine geschätzte Zahl.
Die Reihenfolge der Einführung ist nicht beliebig. Zuerst die Daten, ohne die keine Formel aufgeht: Bewerbungsdatum, Freigabedatum, Zusagedatum, Kanal, externe Rechnung, Einstellung ja oder nein. Dann Cost-per-Application für die Kanäle, deren Rechnungen sich zuordnen lassen. Dann Time-to-Hire für die besetzten Stellen. Time-to-Fill und ein vollständiger Cost-per-Hire kommen dazu, sobald Freigabe und interne Zeit erfasst sind. Wer mit dem Cost-per-Hire anfängt, ohne die Stunden zu buchen, publiziert eine Zahl, die niemand nachrechnen kann.
Wie die Personalgewinnung insgesamt aufgebaut wird, bevor Kennzahlen sie steuern, steht im Beitrag Pflegekräfte gewinnen. Die laufende Ansicht der eigenen Zahlen beschreiben die Recruiting-Dashboards.
Welcher Kanal bringt Bewerbungen zu welchem Preis?
- Kennzahl
- Cost-per-Application
- Nötige Größe im System
- Rechnung des Kanals und Zuordnung der Bewerbung
- Wo im Cockpit
- Recruiting › Übersicht, Tabelle „Bewerbungen nach Kanal“
Wie lange dauert die Auswahl, nachdem sich jemand meldet?
- Kennzahl
- Time-to-Hire
- Nötige Größe im System
- Bewerbungsdatum und Zusagedatum derselben Person
- Wo im Cockpit
- Recruiting › Übersicht, Kennzahl Time-to-Hire
Liegt das Warten vor der ersten Bewerbung?
- Kennzahl
- Time-to-Fill minus Time-to-Hire
- Nötige Größe im System
- Zusätzlich das Freigabedatum
- Wo im Cockpit
- Recruiting › Übersicht, sobald das Freigabedatum gepflegt ist
Wo bricht der Weg ab?
- Kennzahl
- Conversion je Schritt
- Nötige Größe im System
- Getrennte Zählung von Besuch, Bewerbung, Gespräch, Zusage
- Wo im Cockpit
- Recruiting › Übersicht, Recruiting-Funnel
Was kostet eine besetzte Stelle vollständig?
- Kennzahl
- Cost-per-Hire
- Nötige Größe im System
- Nur möglich, wenn interne Zeit gebucht ist; sonst unvollständig ausweisen
- Wo im Cockpit
- Recruiting › Kostenrechner
Wie schnell antworten wir?
- Kennzahl
- Zeit bis zur ersten Antwort
- Nötige Größe im System
- Eingangszeit der Bewerbung und Zeit der ersten persönlichen Antwort
- Wo im Cockpit
- Recruiting › Übersicht (in Vorbereitung)
| Frage | Kennzahl | Nötige Größe im System | Wo im Cockpit |
|---|---|---|---|
| Welcher Kanal bringt Bewerbungen zu welchem Preis? | Cost-per-Application | Rechnung des Kanals und Zuordnung der Bewerbung | Recruiting › Übersicht, Tabelle „Bewerbungen nach Kanal“ |
| Wie lange dauert die Auswahl, nachdem sich jemand meldet? | Time-to-Hire | Bewerbungsdatum und Zusagedatum derselben Person | Recruiting › Übersicht, Kennzahl Time-to-Hire |
| Liegt das Warten vor der ersten Bewerbung? | Time-to-Fill minus Time-to-Hire | Zusätzlich das Freigabedatum | Recruiting › Übersicht, sobald das Freigabedatum gepflegt ist |
| Wo bricht der Weg ab? | Conversion je Schritt | Getrennte Zählung von Besuch, Bewerbung, Gespräch, Zusage | Recruiting › Übersicht, Recruiting-Funnel |
| Was kostet eine besetzte Stelle vollständig? | Cost-per-Hire | Nur möglich, wenn interne Zeit gebucht ist; sonst unvollständig ausweisen | Recruiting › Kostenrechner |
| Wie schnell antworten wir? | Zeit bis zur ersten Antwort | Eingangszeit der Bewerbung und Zeit der ersten persönlichen Antwort | Recruiting › Übersicht (in Vorbereitung) |
Im Cockpit stehen diese Zahlen für alle Standorte an einer Stelle, aus denselben Feldern gerechnet. So diskutieren Leitung und Personal über dieselbe Zahl.
So messen Sie sauber
Gute Kennzahlen entstehen nicht im Dashboard, sondern in den Feldern davor. Diese fünf Schritte reichen für den Anfang.
- Felder festlegen. Bewerbungsdatum, Freigabedatum, Zusagedatum, Kanal, externe Rechnung, Einstellung ja oder nein. Jedes Feld hat eine Person, die es pflegt.
- Jede Stufe einzeln zählen. Besuch, Bewerbung begonnen, Bewerbung abgeschickt, Gespräch, Zusage, Einstellung. Keine Gesamtquote von Klick bis Einstellung.
- Die Herkunft jeder Bewerbung festhalten. Technisch über die Kampagne oder über ein Pflichtfeld „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“. Ohne Herkunft gibt es keinen Kanalvergleich.
- Interne Zeit buchen statt schätzen. Nur gebuchte Stunden gehören in den Cost-per-Hire. Fehlen sie, steht „unvollständig“ an der Zahl.
- Ein fester Ort und ein fester Rhythmus. Einmal im Monat, mit denselben Definitionen, für alle sichtbar. Im Cockpit ist das die Recruiting-Übersicht.
Was Sie nicht aus diesen Formeln schließen dürfen
Ein niedriger Cost-per-Application ist kein guter Kanal, solange die Conversion zur Einstellung nicht daneben steht. Ein kurzes Time-to-Hire kann bedeuten, dass nur noch Menschen berücksichtigt wurden, die sofort konnten, nicht dass der Prozess gut ist. Ein langes Time-to-Fill kann an der Freigabe liegen, nicht an den Bewerbungen.
Die Vakanzzeit der BA darf nicht als Hausziel umgedeutet werden. Sie misst gemeldete Stellen, mit Median, ohne Storno, und die Abmeldung hinkt der Besetzung in unbekannter Dauer hinterher. Der Methodenbericht zeigt an den Jahren 2010 und 2019, dass dieselbe Tageszahl einmal ein Engpasssignal war und einmal keines mehr.
Unsere Website-Anteile sind keine Erfolgsquoten von Kampagnen. 8,3 Prozent der ausgewerteten Websites schalten erkennbar Werbung. Das sagt nicht, welcher Anteil davon eine Bewerbung misst. Diese Überschneidung haben wir nicht als Satz ausgewertet und bilden sie hier nicht.
Seit 2017 arbeitet fokus›digital mit Trägern im Pflege- und Sozialwesen. Die Referenzen nennen Häuser, keine Ergebniszahlen einzelner Recruiting-Projekte. Eine Kennzahl aus einem Projekt, die dort nicht steht, steht auch hier nicht.
So unterstützt fokus›digital dabei
fokus›digital steuert Recruiting für Träger der Pflege an Bewerbungen je Kanal und an den Kosten dieser Bewerbungen. Die Leistung heißt Recruiting für die Pflege.
Weiterführende Quellen
- Statistik der BA: Engpassanalyse: Methodische Weiterentwicklung : Abschnitt 3.1.1: abgeschlossene Vakanzzeit vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung, Median, ohne Storno. 2018 über alle Berufe ohne Helfer: Durchschnitt 115 Tage, Median 57 Tage. Historische Tagesgrenzen 2010 und 2019 im selben Bericht.
- Engpassanalyse, Übersicht : Einstieg der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Berufswerte ändern sich; eine feste Tagesgrenze ist kein Hausziel.
- Digitalreport Pflege- und Sozialwirtschaft 2026 : fokus digital GmbH, n = 5.535, Stand 9. Juli 2026.
Häufige Fragen
Was ist Time-to-Hire?
Time-to-Hire ist die Zahl der Kalendertage vom Eingang der Bewerbung bis zur Zusage an dieselbe Person. Gerechnet wird Datum der Zusage minus Datum der Bewerbung. Absagen und die Zeit vor der Bewerbung gehören nicht in diese Kennzahl.
Was ist der Unterschied zu Time-to-Fill?
Time-to-Fill beginnt am Tag der internen Freigabe der Stelle, Time-to-Hire am Tag der Bewerbung. Die Differenz ist die Zeit, in der die Stelle schon offen war, bevor diese Bewerbung einging. Ohne Freigabedatum gibt es kein Time-to-Fill.
Wie rechnet man Cost-per-Hire?
Cost-per-Hire ist die Summe der erfassten externen Kosten plus der tatsächlich gebuchten internen Kosten, geteilt durch die Zahl der Einstellungen. Ein geschätzter Stundensatz gehört nicht hinein. Fehlt die interne Zeit, ist die Kennzahl unvollständig und muss so gekennzeichnet werden.
Was ist Cost-per-Application?
Cost-per-Application teilt die externen Kosten eines Kanals durch die Bewerbungen, die diesem Kanal zugeordnet sind. Interne Stunden bleiben draußen. Ohne Zuordnung der Bewerbung zum Kanal ist der Nenner eine Schätzung und kein Kanalvergleich.
Ist die Vakanzzeit der Bundesagentur dasselbe wie Time-to-Fill?
Nein. Die abgeschlossene Vakanzzeit misst laut Methodenbericht der BA die Tage vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung einer gemeldeten Stelle. Die Abmeldung ist nur eine Näherung für die Besetzung, die Verzögerung ist nicht bezifferbar. Stornierte Stellen zählen nicht. Als Mittelwert dient der Median.
Warum steht hier kein Eurobeispiel?
Weil ein eingesetzter Betrag entweder aus einer konkreten Abrechnung stammt oder erfunden ist. Eine fremde Kampagne ist kein Preis für Ihre Stelle. Die Formeln lassen sich auf die eigenen Rechnungen anwenden, sobald Kanal, Zuordnung und Einstellung im System stehen. Das Bild des Recruiting-Funnels in diesem Beitrag enthält Beträge. Sie sind erfunden und zeigen nur, wie die Ansicht aufgebaut ist.
Welche Kennzahl führt man zuerst ein?
Zuerst die Datenfelder: Bewerbungsdatum, Zusagedatum, Kanal, externe Rechnung. Daraus werden Cost-per-Application und Time-to-Hire. Time-to-Fill braucht das Freigabedatum. Ein vollständiger Cost-per-Hire braucht gebuchte interne Zeit. Ein Dashboard ohne diese Felder zeigt keine Kennzahl.
Welche Kennzahlen zeigen, ob mein Recruiting funktioniert?
Vier Verhältniszahlen aus eigenen, abgegrenzten Zählern. Time-to-Hire ist das Datum der Zusage minus das Datum der Bewerbung. Time-to-Fill beginnt bei der internen Freigabe. Cost-per-Hire teilt die erfassten Kosten durch die Einstellungen. Cost-per-Application teilt die externen Kanalkosten durch die diesem Kanal zugeordneten Bewerbungen. Ohne diese Abgrenzung ist die Zahl keine Kennzahl. Ein Eurobeispiel aus einer fremden Kampagne steht hier nicht.
Wie lange dauert es, eine Pflegefachkraft einzustellen?
Eine belegte Dauer für die Einstellung einer Pflegefachkraft steht in diesem Beitrag nicht. Time-to-Hire rechnen Sie aus den eigenen Daten: Zusage minus Bewerbung. Die Bundesagentur für Arbeit misst etwas anderes, die abgeschlossene Vakanzzeit. Für 2018 nennt ihr Methodenbericht über alle Berufe ohne Helfertätigkeiten einen Durchschnitt von 115 Tagen und einen Median von 57 Tagen. Das ist kein Zielwert für ein Pflegeheim und kein Wert für einen einzelnen Beruf.
Was ist ein Bewerber-Funnel?
Ein Bewerber-Funnel zeigt die Stufen vom Besuch der Karriereseite bis zur Einstellung und wie viele Menschen von einer Stufe zur nächsten kommen. Gerechnet wird je Schritt: Zahl in der Folgestufe geteilt durch die Zahl in der vorigen Stufe. So sehen Sie, ob der Bruch in der Anzeige, im Formular, in der Rückmeldung oder in der Auswahl liegt.
Was bedeutet Ghosting im Recruiting?
Ghosting heißt, dass sich eine Seite nicht mehr meldet: Bewerberinnen und Bewerber kommen nicht zum Gespräch, oder eine Einrichtung lässt Bewerbungen liegen. Messen lässt es sich über die Zeit bis zur ersten persönlichen Antwort und über die Zahl ausgefallener Gespräche. Eine automatische Eingangsbestätigung, eine feste Antwortfrist und ein Terminlink helfen.
Wo sehe ich diese Zahlen, ohne Tabellen zu pflegen?
Im Cockpit. Dort stehen Funnel, Kosten pro Bewerbung, Kosten pro Einstellung und Time-to-Hire für alle Standorte an einer Stelle, gerechnet aus denselben Feldern. Die Felder selbst müssen trotzdem gepflegt werden: Bewerbungsdatum, Kanal, Zusage, Einstellung.
Leistungsumfang
Was wir aus diesem Bereich für Sie umsetzen
Ein Überblick über die konkreten Bausteine: Sie wählen, was Sie brauchen; wir kombinieren sie zu einem stimmigen Vorgehen.
Recruiting-Beratung & Zielgruppenanalyse
Zielgruppe, Botschaft und Bewerbungsweg schärfen, bevor die erste Anzeige läuft.
Kampagnen über Google, Social & Jobbörsen
Aussteuerung genau dort, wo Ihre Fachkräfte wirklich suchen.
Optimierte Darstellung von Stellenanzeigen
Anzeigen in der Suchsprache der Fachkräfte: klar, auffindbar, überzeugend.
Bewerbermanagement & Conversion
Kurze Wege vom Klick zur Bewerbung.
Zielgruppen-Spezials
Eigene Ansprache für Azubis, Quereinsteiger, Leitungen und internationale Fachkräfte.
Zusammenarbeit
So können wir gemeinsam daran arbeiten
Ob einmaliger Impuls, konkrete Umsetzung oder dauerhafte Begleitung, Sie wählen die Tiefe, wir bringen die Erfahrung aus dem Pflege- und Sozialwesen ein.
Sparring & Beratung
Im kompakten Termin schärfen wir Ziel, Zielgruppe und die nächsten Schritte: Sie gehen mit einem klaren Plan heraus.
Umsetzung & Kampagne
Wir setzen um: Konzept, Inhalte, Kampagne und Technik: messbar, sauber und in Ihrem Tempo.
Laufende Betreuung
Wir begleiten Sie kontinuierlich, optimieren anhand echter Zahlen und bleiben jederzeit ansprechbar.
So lösen Sie das mit dem Cockpit
Zuerst die Felder, dann die Quote
Wir legen mit Ihnen fest, welche Daten eine Kennzahl überhaupt tragen, und richten Auswertung so ein, dass Cost-per-Application, Time-to-Hire und die Stufen der Conversion auseinandergehalten bleiben.
