Digitale Maßnahmen für Recruiting und Mitarbeiterbindung können förderfähig sein. Das hängt vom Programm und vom Bundesland ab. In ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen fördert der Digitalisierungszuschuss nach § 8 Abs. 8 SGB XI digitale und technische Ausrüstung samt Schulungen, insbesondere zur Entlastung der Pflegekräfte. Ausgezahlt wird er über die Pflegekasse. Ob eine Maßnahme zur Rückgewinnung von Mitarbeitenden gefördert wird, hängt vom einzelnen Programm ab.

Was das PpSG für die Digitalisierung bedeutet
Mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz hat der Gesetzgeber einen Weg geschaffen, digitale Anschaffungen in der Pflege anteilig über die Pflegeversicherung mitzufinanzieren, mit dem klaren Ziel, Beschäftigte zu entlasten. Für viele Einrichtungen ist das eine Chance, Digitalisierung anzugehen, die sonst am Budget scheitert. Zuerst gilt das für die Altenhilfe und Pflege.
Wir beschreiben den Digitalisierungszuschuss nach heutigem Recht: § 8 Abs. 8 SGB XI stellt in den Jahren 2019 bis 2030 einen einmaligen Zuschuss je Pflegeeinrichtung bereit; gefördert werden bis zu 40 Prozent der verausgabten Mittel, höchstens 12.000 Euro je Einrichtung (Gesetzestext, abgerufen am 3. November 2026). Der Gesetzentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG, Kabinettsbeschluss vom 30. September 2026) ist noch kein geltendes Recht. Was er für die Digitalisierungsförderung vorsieht, steht im Beitrag PNOG und Digitalisierungsförderung in der Pflege. Weitere Wege, darunter Landesprogramme und die Weiterbildung nach § 82 SGB III, stehen weiter unten auf dieser Seite.
Dass dieser Hebel wichtig ist, zeigt der Kostendruck im Sektor: Der BARMER Pflegereport 2024 beziffert den Anteil der sozialen Pflegeversicherung an den betrachteten Pflegekosten mit 71 Prozent; der BARMER Pflegereport 2025 projiziert den Eigenanteil im ersten Heimjahr bis 2027 auf rund 3.500 Euro. Jede Anschaffung, die sich anteilig fördern lässt, entlastet ein ohnehin angespanntes Budget, deshalb lohnt der genaue Blick auf das, was das PpSG hergibt.
Höhe, Voraussetzungen und Verfahren klären Sie verbindlich mit Ihrer Pflegekasse.
Zuschuss für Vereinbarkeit (§ 8 Abs. 7)
Ab dem 1. Juli 2023 sind folgende jährliche Förderzuschüsse möglich: bei Pflegeeinrichtungen mit bis zu 25 Mitarbeitenden, die Leistungen in der Pflege oder Betreuung erbringen, bis zu 10.000 Euro, dabei werden bis zu 70 Prozent der verausgabten Mittel gefördert; ab 26 Mitarbeitenden bis zu 7.500 Euro, dabei bis zu 50 Prozent. Hat eine Einrichtung den Förderhöchstbetrag in einem Kalenderjahr nicht in Anspruch genommen und ist die für das Land bereitgestellte Gesamtfördersumme noch nicht ausgeschöpft, erhöht sich der mögliche Förderhöchstbetrag im Folgejahr um den nicht in Anspruch genommenen Betrag. Quelle: § 8 Abs. 7 SGB XI, abgerufen am 3. November 2026.
Häufiger Befund
BefundUnsere Auswertung von 5.535 Träger-Websites zeigt, wie viel Luft nach oben bleibt: mindestens 42,0 % messen ihren Website-Traffic, mindestens 15,5 % nutzen die Google Search Console, 4,0 % verfolgen, ob aus Besuchern Bewerbungen werden.
EmpfehlungFördermittel aus dem PpSG lohnen sich am meisten, wenn sie in messbare, nachhaltige Digitalisierung fließen, nicht in Einzelmaßnahmen ohne Wirkungskontrolle.
Welche digitalen Lösungen in Frage kommen
Im Kern geht es um digitale Werkzeuge, die den Arbeitsalltag spürbar erleichtern, etwa eine Mitarbeiter-App für die interne Kommunikation oder Lösungen, die Verwaltung und Abläufe verschlanken. Ob eine konkrete Maßnahme zum Förderzweck passt, ist eine Einzelfallfrage. Für Einrichtungen der Eingliederungshilfe, der Kinder- und Jugendhilfe oder Sozialer Dienste gelten andere Programme. Welche Landesinstitute dafür in Frage kommen, steht im Abschnitt zu den Bundesländern.
Im Förderkalender des Cockpits sehen Sie, welche Programme zu Ihrem Haus passen könnten, mit Gründen, offenen Punkten und Fristen. Ob gefördert wird, entscheidet der Fördergeber. Das Cockpit ist eine fertige Softwarelösung, ab 2.500 €/Monat.
Häufiger Befund
BefundVorhaben „Mitarbeiter-App zur Entlastung der internen Kommunikation“ berührt den Förderzweck des PpSG (Personalentlastung durch Digitalisierung).
EmpfehlungMaßnahme förderkonform beschreiben, Nutzen für die Entlastung dokumentieren und die verbindliche Prüfung frühzeitig mit der Pflegekasse abstimmen.

Fördermittel für Digitalisierung prüfen wir am konkreten Vorhaben im Pflege- und Sozialwesen. Ob ein Programm passt, entscheidet die zuständige Stelle und nicht wir.
Giovanni BrunoGeschäftsführender Gesellschafter
Antrag und Umsetzung: wer was übernimmt
Wir gestalten die digitale Maßnahme, beschreiben sie förderkonform und setzen sie sauber um, von der Mitarbeiter-App bis zu Lösungen, die auf Mitarbeiterbindung und Entlastung einzahlen. Den Antrag stellen Sie bei Ihrer Pflegekasse.
Recruiting, Bindung und Rückgewinnung
Eine neue Karriereseite, ein Mitarbeiter-App-Projekt, Weiterbildung im Team: Vieles, was Träger in der Pflege, der Eingliederungshilfe oder der Kinder- und Jugendhilfe digital voranbringen, kann förderfähig sein. In der Pflege ist der Digitalisierungszuschuss nach § 8 Abs. 8 SGB XI der bekannteste Weg. Das Problem ist selten das fehlende Programm, sondern der Überblick. Ob eine Maßnahme zur Rückgewinnung von Mitarbeitenden gefördert wird, hängt vom einzelnen Programm ab.
Die Programme nach SGB XI gelten für Pflegeeinrichtungen. Für die Eingliederungshilfe, die Kinder- und Jugendhilfe, Kitas und Erziehung und Soziale Dienste kommen andere Wege in Frage. Ein Beispiel für alle Arbeitsfelder ist die Weiterbildung Beschäftigter nach § 82 SGB III: Die Agentur für Arbeit kann Lehrgangskosten ganz oder teilweise übernehmen, wenn die Maßnahme mehr als 120 Stunden dauert und Maßnahme und Träger zugelassen sind. In Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten soll der Arbeitgeber nicht an den Lehrgangskosten beteiligt werden. Abgerufen am 3. November 2026.
Fördermittel sind Ländersache
Neben den Bundesprogrammen hat jedes Bundesland eigene Förderinstitute und Programme, mit eigenen Schwerpunkten, Quoten und Fristen. Welche Töpfe für Ihre Digitalisierung in Frage kommen, hängt von Ihrem Standort und Ihrer Trägerform ab. Wir recherchieren für Ihr Bundesland, statt mit Pauschalen zu arbeiten.
Auszug der Landesförderinstitute. Die konkrete Programm- und Fristenprüfung nehmen wir gemeinsam für Ihr Bundesland vor. Ob gefördert wird, entscheidet der Fördergeber.
PpSG · unser Ablauf
Konzept, Umsetzung, Nachbereitung: aus einer Hand
Wir entwickeln die förderfähige digitale Maßnahme, begleiten die Umsetzung und übernehmen Nachbereitung und Dokumentation. Die verbindliche Prüfung und Bewilligung bleibt bei Ihrer Pflegekasse.
Konzept
Wir analysieren Ihren Bedarf und gestalten eine digitale Maßnahme, die Ihre Pflegekräfte entlastet, förderkonform beschrieben.
Umsetzungsbegleitung
Wir setzen die Lösung sauber um und begleiten Einführung und Schulung, von der Mitarbeiter-App bis zu digitalen Prozessen.
Nachbereitung & Dokumentation
Wir dokumentieren Maßnahme und Wirkung nachvollziehbar, als saubere Grundlage für Ihren Nachweis gegenüber der Pflegekasse.
Ob eine Förderung nach § 8 Abs. 8 SGB XI infrage kommt, entscheidet die Pflegekasse. Ziel solcher Maßnahmen ist die Entlastung der Pflegekräfte.

So arbeiten wir
In fünf Schritten von der Analyse zur Wirkung
- 1
Bedarf
Wo kostet Dokumentation, Planung oder Kommunikation heute die meiste Zeit?
- 2
Einordnung
Passt das Vorhaben zum Förderzweck, und welche Fragen klären Sie mit der Pflegekasse?
- 3
Beschreibung
Maßnahme, Kosten und Entlastung schriftlich festhalten.
- 4
Einführung
Umsetzen und das Team schulen.
- 5
Nachweis
Rechnungen und Schulungen für die Kasse ablegen.
Vorher / Nachher
Was sich für Sie verändert
Vorher
- Unklar, ob das Vorhaben zum Förderzweck passt.
- Programme und Fristen sind verstreut.
- Nach dem Kauf fehlt die Schulung.
Mit fokus›digital
- Eine Einschätzung mit Gründen und offenen Punkten.
- Programme und Fristen an einem Ort.
- Einführung und Schulung gehören zur Maßnahme.
bis 40 %
der Kosten bezuschusst
bis 12.000 €
einmalig je Einrichtung
2019 bis 2030
Laufzeit
Leistungsumfang
Was wir konkret für Sie tun
Ein Überblick über die konkreten Bausteine: Sie wählen, was Sie brauchen; wir kombinieren sie zu einem stimmigen Vorgehen.
Einordnung förderfähiger Digital-Maßnahmen
Erste Einschätzung, ob und wie Ihr Vorhaben zum Förderzweck passt.
Förderkonforme Umsetzung digitaler Lösungen
Die Maßnahme sauber gestalten und förderkonform beschreiben.
Mitarbeiter-App zur Entlastung
Digitale Werkzeuge, die den Arbeitsalltag spürbar erleichtern.
Vorbereitung der Abstimmung mit der Pflegekasse
Unterlagen so vorbereiten, dass die verbindliche Prüfung leichter fällt.
Häufige Fragen
Was ist der Digitalisierungszuschuss nach geltendem Recht?
§ 8 Abs. 8 SGB XI stellt aus dem Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung in den Jahren 2019 bis 2030 einen einmaligen Zuschuss für jede ambulante und stationäre Pflegeeinrichtung bereit. Förderfähig sind Anschaffungen digitaler oder technischer Ausrüstung samt damit verbundener Schulungen sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungen zu digitalen Kompetenzen. Gefördert werden bis zu 40 Prozent der verausgabten Mittel, höchstens 12.000 Euro je Einrichtung; ausgezahlt wird der Zuschuss durch eine Pflegekasse. Stand des Gesetzestextes auf gesetze-im-internet.de: 3. November 2026. Der Entwurf zum PNOG ist noch kein geltendes Recht.
Was fördert das PpSG im Bereich Digitalisierung?
Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz schuf eine Grundlage, digitale Anschaffungen in Pflegeeinrichtungen anteilig über die Pflegeversicherung mitzufinanzieren, mit dem Ziel, Personal zu entlasten. Welche Maßnahmen konkret in Frage kommen und in welcher Höhe, ist gesetzlich geregelt und im Einzelfall mit der zuständigen Pflegekasse zu klären.
Wie hoch ist die Förderung?
Höhe und Voraussetzungen sind gesetzlich festgelegt und können sich ändern; sie hängen zudem vom Einzelfall ab. Nach § 8 Abs. 8 SGB XI werden bis zu 40 Prozent der verausgabten Mittel gefördert, höchstens 12.000 Euro je Pflegeeinrichtung (Stand Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de: 3. November 2026). Für die verbindliche Auskunft verweisen wir auf Ihre Pflegekasse und die offiziellen Quellen. Wir helfen bei der Einordnung, ob und wie Ihr digitales Vorhaben grundsätzlich passt.
Übernehmen Sie die Antragstellung bei der Pflegekasse?
Wir übernehmen die Beschreibung der digitalen Maßnahme, die Umsetzung und die Schulung. Den Antrag stellen Sie bei Ihrer Pflegekasse.
Wofür lässt sich das sinnvoll einsetzen?
Häufig für digitale Lösungen, die spürbar entlasten: etwa eine Mitarbeiter-App für die interne Kommunikation oder Werkzeuge, die Verwaltung und interne Abläufe vereinfachen. Entscheidend ist, dass die Maßnahme zum Förderzweck passt; genau das prüfen wir mit Ihnen vorab.
Gibt es eine Förderung für Recruiting in der Pflege?
Stellenanzeigen sind im Digitalisierungszuschuss nach § 8 Abs. 8 SGB XI nicht genannt; förderfähig sind digitale und technische Ausrüstung und Schulungen dazu. Ob eine konkrete Maßnahme darunter fällt, entscheidet die Pflegekasse. Quelle: § 8 Abs. 8 SGB XI, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 3. November 2026.
Welche Digitalisierungs-Maßnahmen können förderfähig sein?
Das hängt vom Programm und vom Bundesland ab. Grundsätzlich fallen viele Maßnahmen zur Digitalisierung, Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung in den Bereich möglicher Förderung, von digitaler Ausstattung über Weiterbildung bis zu Software. Wir ordnen ein, was in Ihrem Fall in Frage kommt.
So arbeiten Sie mit diesem Thema im Cockpit
Erst passend machen, dann umsetzen, mit dem Cockpit
Das Cockpit hilft, Ihr digitales Vorhaben früh einzuordnen und förderkonform zu beschreiben, damit Antrag und Umsetzung zusammenpassen. Die verbindliche Auskunft holen Sie gezielt bei der Pflegekasse ein, wir sorgen dafür, dass die digitale Maßnahme dahinter überzeugt.
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