Recruiting & Personalgewinnung

Mitbewerber-Analyse für Pflegedienste: der Wettbewerbs-Radar mit acht Kriterien

Bewerber vergleichen zwei Arbeitgeber parallel, in wenigen Minuten. Träger vergleichen sich mit ihrer eigenen Vergangenheit. Dieser Beitrag führt den Vergleich systematisch – mit acht prüfbaren Kriterien, einem Musterfall und einer ausfüllbaren Vorlage zum freien Download.

22. Juli 2026 11 Min. Lesezeitvon Giovanni Bruno

Auf den Punkt

Eine Mitbewerber-Analyse beantwortet eine Frage, die sich aus den eigenen Zahlen nicht beantworten lässt: Warum entscheidet sich eine Pflegekraft für den Anbieter im Nachbarort und nicht für Sie? Der Wettbewerbs-Radar prüft dazu acht Kriterien, die von außen sichtbar sind – Auffindbarkeit, Karriereseite, Stellenanzeigen, strukturierte Stellendaten, Bewerbungsweg, Gehaltstransparenz, Team-Präsenz und Bewertungen. Jedes Kriterium wird mit einer Ampel bewertet, maximal sind 16 Punkte erreichbar. Der Durchgang dauert für drei Mitbewerber rund zwei Stunden. Die Vorlage dazu gibt es auf dieser Seite kostenfrei und ohne Registrierung.

Für Leitung & Geschäftsführung

  • Dieser Beitrag vertieft Teil 4 unserer Serie in der care konkret. Dort haben wir zwei Pflegedienste aus derselben Stadt verglichen und gezeigt, warum der objektiv bessere Arbeitgeber trotzdem verliert. Hier finden Sie den vollständigen Radar mit allen acht Kriterien, die Prüfanleitung zu jedem einzelnen und die ausfüllbare Tabelle für Ihre eigene Einrichtung.
  • Alles davon ist frei verfügbar – ohne Registrierung, ohne E-Mail-Adresse. Wer den Radar lieber ausgedruckt neben sich legt, lädt ihn als PDF: Wettbewerbs-Radar herunterladen.

Warum der Blick auf die eigenen Zahlen in die Irre führt

Wenn Bewerbungen ausbleiben, schauen die meisten Einrichtungen zuerst nach innen: weniger Zuschriften als im Vorjahr, schwächere Resonanz als bei der letzten Kampagne, das Stellenportal bringt nichts mehr. Diese Zahlen sind richtig, aber sie beantworten die falsche Frage. Sie sagen, dass etwas schlechter geworden ist – nicht, gegen wen man verloren hat.

Bewerber machen es anders. Sie öffnen zwei oder drei Anbieter aus derselben Gegend nebeneinander im Browser und entscheiden in wenigen Minuten, wo sie sich melden. Dieser Vergleich ist der eigentliche Wettbewerb, und er findet täglich statt. Nur nimmt kaum ein Träger bewusst daran teil, weil niemand die Perspektive der Gegenseite einnimmt.

Eine Mitbewerber-Analyse dreht genau das um. Sie prüft die eigene Einrichtung mit denselben Augen, mit denen ein Bewerber sie ohnehin ansieht – und stellt sie daneben. Was dabei herauskommt, ist selten schmeichelhaft und fast immer nützlich.

fokusKI · Die Datengrundlage im Überblick

6.352

Websites angesehen

Träger der Pflege- und Sozialwirtschaft

5.535

davon ausgewertet

Grundlage aller Prozentwerte

539.920

erfasste Einzelangaben

maximal 29 Unterseiten je Träger

16,2 %

mit eigener Karriereseite

Mindestwert – tatsächlich höher

4,0 %

messen Bewerbungsherkunft

der Rest fliegt blind

Quelle: Digitalreport Pflege, eigene Auswertung öffentlich erreichbarer Trägerwebsites (fokus-Datenbasis), Stand 9. Juli 2026. Keine repräsentative Studie der Branche.

Wer wirklich Ihr Mitbewerber ist

Die häufigste Fehleinschätzung betrifft die Auswahl. Viele Träger nennen als Wettbewerber die großen Namen der Branche oder die Häuser ähnlicher Trägerschaft. Für die Belegung mag das stimmen. Für das Recruiting gilt eine andere Regel: Ihr Mitbewerber ist, wer um dieselben Menschen wirbt – also alle Arbeitgeber im Pendelradius Ihrer Zielgruppe, unabhängig von Größe, Trägerschaft und Versorgungsform.

Für eine Pflegefachkraft mit Kind und ohne Auto ist der ambulante Dienst zwei Straßen weiter ein ernsterer Konkurrent als das Klinikum in der Nachbarstadt. Und häufig konkurrieren Sie nicht einmal nur mit der Pflege: Auch Einzelhandel, Logistik und Verwaltung werben um dieselben Schichtbereitschaften.

Wie Sie diesen Kreis methodisch eingrenzen, haben wir im Beitrag zur Wettbewerbsanalyse mit KI beschrieben. Für den Radar reicht eine pragmatische Regel: drei Anbieter, die im selben Einzugsgebiet dieselben Berufsgruppen suchen.

fokusKI · Der Denkfehler, der den Vergleich verhindert

Wettbewerbs-Radar · Klartext-Auswertung

!

BefundTräger vergleichen sich zeitlich mit sich selbst, Bewerber vergleichen räumlich mehrere Arbeitgeber nebeneinander. Aus internen Zahlen lässt sich deshalb nie ablesen, an wen man verloren hat.

EmpfehlungDen Wettbewerberkreis nach Pendelradius bilden, nicht nach Trägerschaft oder Größe. Drei Anbieter genügen, wenn sie im selben Einzugsgebiet dieselben Berufsgruppen suchen.

Pendelradius statt BranchenlogikDrei Mitbewerber reichenErst fremd, dann selbst bewertenHalbjährlich wiederholen
Einordnung aus Projektarbeit und Marktauswertung, Stand Juli 2026.

Die acht Kriterien – und wie Sie jedes davon prüfen

Der Radar beschränkt sich bewusst auf Kriterien, die von außen prüfbar sind. Kein Kriterium verlangt Zugang zu internen Zahlen, denn die haben Sie beim Mitbewerber nicht. Alles, was hier bewertet wird, sieht ein Bewerber genauso.

Jedes Kriterium bekommt eine Ampel: erfüllt zählt zwei Punkte, teilweise erfüllt einen, nicht erfüllt keinen. Maximal sind 16 Punkte erreichbar. Die Skala ist absichtlich grob – sie soll eine Rangfolge erzeugen, keine Scheingenauigkeit.

#KriteriumWann ist es grün?So prüfen Sie es
1Auffindbarkeit als ArbeitgeberDie Einrichtung erscheint bei „Pflege Job“ plus Ortsname auf der ersten Suchseite.Suchbegriff im privaten Fenster eingeben. Erscheint eine Seite mit offenen Stellen?
2Eigene KarriereseiteEs gibt eine Karriereseite unter fester Adresse, in höchstens zwei Klicks erreichbar.Von der Startseite aus klicken und die Klicks bis zur ersten Stelle zählen.
3Stellenanzeigen aktuell und konkretKeine Anzeige älter als drei Monate; Aufgaben sind als Tagesablauf beschrieben.Datum jeder Anzeige prüfen. Steht dort ein echter Arbeitstag oder eine Floskelliste?
4Strukturierte StellendatenDie Stellen erscheinen bei Google for Jobs, sind also technisch ausgezeichnet.Stellentitel plus Ort googeln. Erscheint die Google-Jobs-Box mit dieser Anzeige?
5BewerbungswegBewerbung ohne Lebenslauf möglich, wenige Felder, Rückruf oder Messenger als Alternative.Den Weg bis zum Absenden durchklicken, ohne abzuschicken. Wie viele Hürden sind es?
6Gehalt und BenefitsKonkrete Spanne oder Entgeltgruppe, Zulagen benannt – keine Floskel.Steht in der Anzeige eine Zahl? Wenn nein: null Punkte, unabhängig vom tatsächlichen Gehalt.
7Team und Social MediaRegelmäßige Beiträge mit echten Mitarbeitenden, Namen und Funktion sichtbar.Die letzten fünf Beiträge ansehen: Menschen aus dem Haus oder nur Feiertagsgrüße?
8BewertungenBewertungen sind vorhanden, und der Arbeitgeber antwortet erkennbar darauf.Google-Profil und Bewertungsportale prüfen. Gibt es Antworten des Arbeitgebers?
Die acht Kriterien des Wettbewerbs-Radars mit Prüfanleitung. Alle von außen prüfbar, ohne Zugang zu internen Zahlen.
fokusKI · Was gezeigt wird – und wonach gesucht wird

Ausgangspunkt

Die Entscheidung, wo die Bewerbung landet

Was Träger typischerweise zeigen

Was ist uns über uns selbst wichtig?

  • Geschichte und Leitbild
  • Leistungsspektrum für Klienten
  • Trägerstruktur und Standorte
  • Auszeichnungen und Zertifikate

Wonach Bewerber tatsächlich suchen

Was habe ich davon, und wie bewerbe ich mich?

  • Was verdiene ich konkret?
  • Wie sieht mein Arbeitstag aus?
  • Wer sind meine Kolleginnen?
  • Wie schnell bin ich durch die Bewerbung?

Fundament

Sichtbarkeit ist die Voraussetzung: Wer nicht gefunden wird, kommt im Vergleich gar nicht erst vor.

Die Lücke zwischen beiden Spalten entscheidet, wo sich jemand bewirbt.

Der Musterfall: zwei Anbieter, eine Stadt

Zur Veranschaulichung zwei Musterfälle, zusammengesetzt aus Befunden, die uns in Projekten wiederholt begegnet sind. Reale Anbieter werden hier nicht bewertet.

Anbieter A: ambulanter Pflegedienst, rund 45 Mitarbeitende, seit 2016 am Markt. Anbieter B: ebenfalls ambulant, rund 70 Mitarbeitende, seit 1998 tätig, tarifgebunden, mit gutem Ruf in der Stadt. Beide werben um dieselben Fachkräfte im selben Einzugsgebiet. Nach fachlichen Maßstäben ist B der stärkere Arbeitgeber.

Das Ergebnis fällt trotzdem deutlich aus: A erreicht 13 von 16 Punkten, B nur 5. Und die Stellen, an denen B gewinnt, sind ausgerechnet die, die über die tatsächliche Qualität der Arbeitsstelle etwas aussagen – Gehaltstransparenz und Bewertungen. B ist der bessere Arbeitgeber und verliert dennoch, weil er im Vergleich gar nicht erst vorkommt.

KriteriumAnbieter AAnbieter B
Auffindbarkeit als Arbeitgeber● erfüllt (2)○ nicht erfüllt (0)
Eigene Karriereseite● erfüllt (2)○ nicht erfüllt (0)
Stellenanzeigen aktuell und konkret◐ teilweise (1)○ nicht erfüllt (0)
Strukturierte Stellendaten● erfüllt (2)○ nicht erfüllt (0)
Bewerbungsweg● erfüllt (2)○ nicht erfüllt (0)
Gehalt und Benefits◐ teilweise (1)● erfüllt (2)
Team und Social Media● erfüllt (2)◐ teilweise (1)
Bewertungen◐ teilweise (1)● erfüllt (2)
**Gesamt (max. 16)****13****5**
Der Musterfall im Direktvergleich. Anbieter B gewinnt bei Gehalt und Bewertungen – und verliert trotzdem deutlich.
fokusKI · Wie Anbieter B seine Punkte verliert

Punkte

16

Maximal erreichbar

Maximal erreichbar: 16

14

Nicht als Arbeitgeber auffindbar

−2

Nicht als Arbeitgeber auffindbar: 14 (−2)

12

Keine eigene Karriereseite

−2

Keine eigene Karriereseite: 12 (−2)

10

Anzeigen über ein Jahr alt

−2

Anzeigen über ein Jahr alt: 10 (−2)

8

Keine strukturierten Stellendaten

−2

Keine strukturierten Stellendaten: 8 (−2)

6

Bewerbung nur mit vollen Unterlagen

−2

Bewerbung nur mit vollen Unterlagen: 6 (−2)

5

Kaum sichtbares Team

−1

Kaum sichtbares Team: 5 (−1)

Konstruiertes Beispiel zur Veranschaulichung der Punktlogik, keine Messung an realen Anbietern.

Musterfall, ausgehend von 16 erreichbaren Punkten. Jede Stufe steht für ein nicht erfülltes Kriterium.

Was der Fall über den Markt verrät

Der Musterfall ist konstruiert, das Muster dahinter nicht. Für unseren Digitalreport Pflege haben wir 6.352 Websites von Trägern der Pflege- und Sozialwirtschaft angesehen und 5.535 davon ausgewertet, mit 539.920 erfassten Einzelangaben. Der Befund ist eindeutig: Die Grundausstattung fehlt vielerorts, nicht die Feinarbeit.

Bei 16,2 Prozent der ausgewerteten Träger war überhaupt eine eigene Karriereseite auffindbar – und das ist ein Mindestwert, weil wir je Träger höchstens 29 Unterseiten lesen. Der tatsächliche Anteil liegt höher, wie viel höher, wissen wir nicht. Stellenangebote standen bei 44,9 Prozent online.

Die aufschlussreichste Zahl steht am anderen Ende: Nur 4,0 Prozent messen überhaupt, ob aus einem Websitebesuch je eine Bewerbung wird. Wer das nicht misst, merkt auch nicht, an wen er verliert – und genau deshalb bleibt der Wettbewerb um Bewerber für die meisten unsichtbar.

fokusKI · Was moderne Wettbewerber besser machen
Stellenangebote online (mindestens)Bestwert44,9 %
Initiativbewerbung möglich (mindestens)34,9 %
Bewerbung per QR-Code (mindestens)18,3 %
Eigene Karriereseite (mindestens)16,2 %
Bewerbung per WhatsApp13,5 %
Bewerbung mit einem Klick12,9 %
Chatbot oder digitaler Assistent8,9 %

Anteil der Träger · Mit (mindestens) gekennzeichnete Werte sind Untergrenzen: Je Träger werden höchstens 29 Unterseiten gelesen, der tatsächliche Anteil liegt höher.

Verbreitung einzelner Recruiting-Funktionen auf 5.535 ausgewerteten Trägerwebsites. Digitalreport Pflege, Stand 9. Juli 2026.

Ihre Einrichtung gegen drei Mitbewerber

Der eigentliche Nutzen entsteht erst, wenn Sie den Radar auf die eigene Lage anwenden. Tragen Sie drei Mitbewerber ein, die um dieselben Fachkräfte werben, und gehen Sie die acht Kriterien der Reihe nach durch. Für drei Anbieter samt eigener Einrichtung sollten Sie rund zwei Stunden einplanen.

Wichtig ist die Reihenfolge: Bewerten Sie zuerst die Mitbewerber, dann sich selbst. Wer mit der eigenen Einrichtung anfängt, legt unbewusst den eigenen Status quo als Maßstab an und bewertet danach zu milde.

Die Tabelle unten können Sie abschreiben oder als PDF herunterladen – Seite 2 ist genau dafür gemacht, mit Ampelfeldern zum Ankreuzen und einer Summenzeile.

KriteriumIhre EinrichtungMitbewerber 1Mitbewerber 2Mitbewerber 3
Auffindbarkeit als Arbeitgeber○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●
Eigene Karriereseite○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●
Stellenanzeigen aktuell und konkret○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●
Strukturierte Stellendaten○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●
Bewerbungsweg○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●
Gehalt und Benefits○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●
Team und Social Media○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●
Bewertungen○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●○ ◐ ●
**Summe (max. 16)**
Vorlage zum Abschreiben oder Ausdrucken. Bewerten Sie zuerst die Mitbewerber, dann die eigene Einrichtung.

Fünf Maßnahmen für die nächsten zwei Wochen

Die Punkte, die im Musterfall fehlen, kosten fast alle kein Budget. Sie sind das Ergebnis von Entscheidungen, die nie getroffen wurden. Entsprechend schnell lassen sie sich nachholen.

Die folgenden fünf Maßnahmen sind nach Aufwand sortiert und in zwei Wochen zu schaffen, auch neben dem Tagesgeschäft. Wer alle fünf umsetzt, verschiebt seinen Radar-Wert im Musterfall von 5 auf 12 Punkte – ohne eine einzige Anzeige zu schalten.

MaßnahmeAufwandWirkung im Radar
Auf alle vorhandenen Bewertungen antwortenrund 2 StundenKriterium 8: bis +2
Veraltete Anzeigen löschen, Entgeltgruppe ergänzenein halber TagKriterien 3 und 6: bis +3
Stellen technisch für Google for Jobs auszeichnenrund 2 Stunden EntwicklungKriterium 4: +2
Stellenliste zu einer eigenen Karriereseite machenein TagKriterien 1 und 2: bis +4
Kurzformular ohne Lebenslaufpflicht einrichtenein TagKriterium 5: bis +2
Fünf Maßnahmen, sortiert nach Aufwand. Alle ohne zusätzliches Mediabudget umsetzbar.

Was davon zu unserer Arbeit gehört

Den Radar können Sie vollständig allein anwenden, dafür ist er gemacht. Wir verdienen nichts daran, und es liegt keine E-Mail-Abfrage davor.

Wo wir ins Spiel kommen, ist die Umsetzung dessen, was der Radar sichtbar macht: eine Karriereseite, die gefunden wird, Stellenanzeigen mit strukturierten Daten, eine belastbare Arbeitgebermarke und die Messung, die Ihnen zeigt, welcher Kanal tatsächlich Bewerbungen bringt.

Und ganz ehrlich: Wenn Ihr Radar-Ergebnis über zwölf Punkten liegt, brauchen Sie uns für diese Themen nicht. Dann liegt Ihr Engpass woanders, und das sagen wir Ihnen auch.

Weiterführende Quellen

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Mitbewerber-Analyse?

Für drei Mitbewerber und die eigene Einrichtung sollten Sie rund zwei Stunden einplanen. Die acht Kriterien sind so gewählt, dass jedes in wenigen Minuten prüfbar ist – ohne Zugang zu internen Zahlen und ohne Werkzeuge, die etwas kosten.

Wen sollte ich als Mitbewerber auswählen?

Nicht die größten Häuser der Branche, sondern die Arbeitgeber, die um dieselben Menschen werben: alle im Pendelradius Ihrer Zielgruppe, unabhängig von Größe, Trägerschaft und Versorgungsform. Für eine Pflegekraft ohne Auto ist der Dienst zwei Straßen weiter der ernstere Konkurrent als das Klinikum in der Nachbarstadt.

Warum sollte ich die Mitbewerber vor der eigenen Einrichtung bewerten?

Weil sonst der eigene Status quo unbewusst zum Maßstab wird. Wer zuerst sich selbst bewertet, gewöhnt sich an das eigene Niveau und beurteilt die anderen danach zu milde oder zu streng. Fremd zuerst, dann selbst – das hält den Maßstab stabil.

Was ist ein guter Wert im Radar?

Ab zwölf von sechzehn Punkten sitzt die Grundlage, dann geht es um Feinarbeit. Unter acht Punkten lohnt sich keine Kampagne, sondern zuerst die Grundausstattung: eine auffindbare Karriereseite, aktuelle Anzeigen und ein kurzer Bewerbungsweg. Entscheidend ist ohnehin weniger der absolute Wert als der Abstand zu den Mitbewerbern.

Muss ich für die Vorlage meine E-Mail-Adresse angeben?

Nein. Der Wettbewerbs-Radar und die Benchmark-Tabelle stehen auf dieser Seite frei zum Download, ohne Registrierung und ohne Datenabfrage. Sie können die Tabellen auch direkt aus diesem Beitrag abschreiben.

Wie oft sollte die Analyse wiederholt werden?

Etwa halbjährlich. Der Markt bewegt sich langsam, aber stetig: Ein Mitbewerber stellt seine Karriereseite um, ein anderer führt die Bewerbung per Messenger ein. Wer einmal im Halbjahr eine Stunde investiert, merkt solche Verschiebungen, bevor sie sich in den eigenen Bewerbungszahlen zeigen.

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Was wir aus diesem Bereich für Sie umsetzen

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Recruiting-Beratung & Zielgruppenanalyse

Zielgruppe, Botschaft und Bewerbungsweg schärfen, bevor die erste Anzeige läuft.

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