Digitalreport Pflege- & Sozialwirtschaft · unsere laufende Auswertung

Was wir auf 5.535 Websites gesehen haben

Wir arbeiten seit 2017 mit Trägern der Pflege- und Sozialwirtschaft. Dabei sehen wir viele Websites – und irgendwann wollten wir wissen, was uns da eigentlich immer wieder begegnet. Also haben wir 6.352 öffentlich erreichbare Websites systematisch angesehen und 5.535 davon ausgewertet. Was daraus entstanden ist, lesen Sie hier: keine repräsentative Studie der Branche, sondern eine Bestandsaufnahme dessen, was auf diesen Websites tatsächlich zu finden war. Stand: 9. Juli 2026.

Eigene Auswertung · anonym & aggregiert · laufend ergänzt

Auf den Punkt

Der Digitalreport Pflege ist unsere eigene Auswertung öffentlich erreichbarer Websites von Trägern der Pflege- und Sozialwirtschaft: 6.352 Websites angesehen, 5.535 ausgewertet, Stand 9. Juli 2026. Er beschreibt, was auf diesen Websites zu finden war – nicht, wie die Branche insgesamt aufgestellt ist. Die Auswahl ist nicht zufällig gezogen: Wer keine Website hat, kommt darin nicht vor. Daraus leiten wir ab, woran es aus unserer Sicht am häufigsten hakt und was sich mit wenig Aufwand verbessern lässt.

Was Sie hier lesen – und was nicht

Das ist keine repräsentative Studie und soll auch keine sein. Wir haben angesehen, was öffentlich auf den Websites von Trägern steht, die uns in unserer Arbeit begegnen. Wer keine Website betreibt, taucht hier nicht auf. Große Websites lesen wir außerdem nur zum Teil – wir sehen höchstens 29 Unterseiten je Träger. Wo ein Merkmal auf einer Unterseite liegt, nennen wir deshalb eine Untergrenze: mindestens so viele, vermutlich mehr.

Wo wir nur eine Handvoll Träger gezählt haben, schreiben wir die Zahl hin statt eines Prozentwerts. Sieben Träger ergeben keine Quote. Und wo wir zwei Merkmale gemeinsam auftreten sehen, heißt das nicht, dass das eine das andere verursacht. Was daraus folgt, sind Empfehlungen aus unserer Praxis – keine Beweise.

Sie dürfen diese Zahlen verwenden. Für Fachbeiträge, Vorträge, Gremienvorlagen oder Berichterstattung – ohne Rückfrage. Wir bitten nur um eine Quellenangabe: fokus digital GmbH, Digitalreport Pflege- und Sozialwirtschaft 9. Juli 2026 (CC BY 4.0).

Datenbasis wird laufend ausgebaut
6.352
Websites angesehen
539.920
erfasste Einzelangaben
6
Muster, die standhielten

Was auf diesen Websites zu finden war

Jede Blase ist ein Themenfeld – Größe und Farbe zeigen, wie häufig wir es angetroffen haben. Blase anklicken, dann die einzelnen Balken antippen für die Erklärung dahinter.

Recruiting & Bewerbung

Wie leicht man sich bei den Trägern bewerben kann — von der Auffindbarkeit der Stellen bis zum Bewerbungsweg.

Ø 16,1 % der Träger · Balken antippen für die Erklärung · andere Blase wählen für ein anderes Thema

44,9 %
34,9 %
18,3 %
16,2 %
13,5 %
12,9 %
8,9 %
7,7 %
1,8 %
78 Träger
6.352
analysierte Träger – die Datenbasis wird laufend ausgebaut
85
ausgewertete Variablen je Träger
6
geprüfte Zusammenhänge zwischen Variablen
mind. 1,8 %
werden von Google for Jobs gefunden – der größte ungenutzte Hebel

Unsere Datenbasis: der Markt im Radar

Hinter dem Report steht eine eigene, laufend ausgebaute Datenbank: fokus›KI liest die öffentlichen Auftritte der Träger vollständig, bewertet 85 Variablen je Träger und verdichtet sie zu sechs Scores. So beobachten wir vier Dinge dauerhaft:

Wie bewegt sich der Markt digital?

CMS-Landschaft, Technik-Stack, Messbarkeit, KI-Lesbarkeit – wir sehen, wie schnell (oder langsam) sich Träger digital weiterentwickeln.

Wie entwickelt sich das Recruiting?

Karriereseiten, Bewerbungswege, Stellenvolumen, Google for Jobs – der komplette Bewerbungsprozess der Branche im Zeitverlauf.

Wie laufen Personalbindung, Klienten- & Bewohnergewinnung?

Arbeitgeberversprechen, Vertrauens-Signale, Belegungs-Elemente wie freie Plätze, Kostentransparenz und Anfragewege.

Wie kommuniziert die Branche in Zeiten von KI?

Content-Tiefe, strukturierte Daten, llms.txt, Maschinenlesbarkeit – wer ist für Google UND KI-Suchen sichtbar, wer wird übersehen?

Wen wir analysieren: die ganze Breite der Branche

Die Datenbasis umfasst alle Trägertypen – frei-gemeinnützig, konfessionell, privat und öffentlich – und deckt über 25 Arbeitsfelder ab (Mehrfachnennungen, Nennungen je Feld):

ambulante Dienste 2.261Kinder- & Jugendhilfe 1.773stationäre Pflege 1.406Eingliederungs-/Behindertenhilfe 1.210betreutes Wohnen 1.125Kliniken & Reha 1.081Tagespflege 602Hospiz & Palliativ 421Wohngemeinschaften 327Intensivpflege 301

Angesprochene Zielgruppen im Markt: Bewerber (74 % der Träger), Klienten (62 %), Angehörige (47 %), Spender (24 %), Patienten (23 %), Zuweiser (12 %).

Was wir Trägern daraus raten

Aus den Mustern folgen keine Beweise, sondern begründete Empfehlungen. Sie stützen sich auf das, was wir in der Auswertung gesehen haben, und auf die Arbeit mit Trägern seit 2017. Jeder erste Schritt ist so klein, dass Sie ihn ohne uns gehen können.

Was wir gesehen haben

Mindestens 42 % der ausgewerteten Träger haben ein Analytics-Werkzeug eingebunden. Nur 4,0 % messen, ob aus einem Besuch eine Bewerbung oder eine Anfrage wird.

Wie wir es lesen

Ein Zählpixel einzubauen dauert zehn Minuten. Zu entscheiden, was als Erfolg gilt, dauert länger – und genau daran scheitert es meist. Wer nicht weiß, welche Seite zu einer Bewerbung führt, kann auch nicht begründen, warum eine Kampagne nichts bringt.

Ihr erster Schritt

Definieren Sie ein einziges Ziel: „Bewerbungsformular abgeschickt.“ Mehr nicht. Ein Ziel, das gemessen wird, ist mehr wert als zehn, die nur besprochen werden.

Ein Blick von außen lohnt, wenn niemand im Haus sagen kann, über welche Seite die letzte Bewerbung kam.

Was wir gesehen haben

Träger mit einem Tag Manager nutzen siebenmal häufiger Conversion-Tracking (14,7 % gegenüber 2,1 %).

Wie wir es lesen

Beides zusammen anzutreffen heißt nicht, dass das eine das andere bewirkt. Wir lesen es anders: Wer einmal angefangen hat, sauber zu messen, hört nicht wieder auf. Der erste Schritt ist der schwerste – und der billigste.

Ihr erster Schritt

Nicht mit dem Werkzeug anfangen, sondern mit der Frage. Schreiben Sie auf, welche drei Dinge Sie über Ihre Website wissen wollen. Danach entscheidet sich, ob Sie überhaupt etwas installieren müssen.

Ein Blick von außen lohnt, wenn Werkzeuge da sind, aber niemand die Zahlen liest.

Was wir gesehen haben

Mindestens 44,9 % der ausgewerteten Träger stellen Stellenangebote online. Für Google for Jobs ausgezeichnet sind 100 von 5.535. Ein Gehalt nennen im Stellen-Schema sieben Träger.

Wie wir es lesen

Eine Stellenanzeige, die Google nicht als Stellenanzeige erkennt, ist eine Unterseite unter vielen. Das ist kein Marketingproblem, sondern ein technisches – und es ist an einem Nachmittag behoben.

Ihr erster Schritt

Prüfen Sie eine einzige Anzeige im Rich-Results-Test von Google. Das Ergebnis sagt Ihnen in dreißig Sekunden, ob Ihre Stellen überhaupt gefunden werden können.

Ein Blick von außen lohnt, wenn die Anzeigen bei Google for Jobs nicht auftauchen und niemand weiß, warum.

Was wir gesehen haben

Träger mit sichtbarem QM-System sind zu 25,5 % nach ISO 9001 zertifiziert, ohne nur zu 3,9 %. Einen Qualitätsbericht zeigen mindestens 13,1 %.

Wie wir es lesen

Qualität wird selten einzeln gezeigt. Wer eines belegt, belegt meist mehreres – und wer nichts zeigt, hat deshalb keine schlechtere Pflege. Er hat nur nichts, worauf Angehörige zeigen können, wenn sie sich rechtfertigen müssen.

Ihr erster Schritt

Eine Seite, drei Belege: Prüfnote, Zertifikat, Qualitätsbericht. Verlinkt, nicht beschrieben. Wer Nachweise sucht, sucht Dateien, keine Adjektive.

Ein Blick von außen lohnt, wenn die Nachweise existieren, aber über sechs Unterseiten verstreut sind.

Was wir gesehen haben

Mindestens 43 % der ausgewerteten Träger haben eine Barrierefreiheitserklärung. Bei ihnen finden wir zu 74,1 % einen Skip-Link, bei den übrigen zu 53 %.

Wie wir es lesen

Die Erklärung ist ein Blatt Papier, der Skip-Link eine Zeile Code. Dass beides zusammen auftritt, spricht dafür, dass jemand das Thema ernst genommen hat, statt eine Pflicht abzuhaken. Das BFSG gilt seit Juni 2025.

Ihr erster Schritt

Bedienen Sie Ihre Startseite eine Minute lang nur mit der Tabulatortaste. Sie merken innerhalb von Sekunden, ob Ihre Website barrierefrei ist.

Ein Blick von außen lohnt, wenn eine Erklärung online steht, die niemand geprüft hat.

Was wir gesehen haben

Träger mit Blog oder Ratgeber stellen häufiger Stellen online (53,3 % gegenüber 36 %). Bei vergleichbarer Websitegröße unterscheiden sich die Trägertypen im Recruiting kaum – 6,1 Punkte trennen den ersten vom letzten.

Wie wir es lesen

Der Unterschied liegt also nicht daran, ob ein Träger frei-gemeinnützig, privat oder öffentlich ist. Er liegt daran, wie viel Arbeit in die Website geflossen ist. Das ist die gute Nachricht: Es ist eine Frage der Struktur, nicht der Trägerschaft.

Ihr erster Schritt

Zeichnen Sie Ihre Website auf ein Blatt Papier – jede Seite ein Kästchen. Wenn Sie dabei ins Stocken geraten, haben Sie das Ergebnis schon.

Ein Blick von außen lohnt, wenn niemand die eigene Seitenstruktur aus dem Kopf aufzeichnen kann.

Fast alles davon lässt sich intern erledigen. Schwierig wird es an einer Stelle: Die eigene Website liest man nicht mehr mit fremden Augen. Wer täglich mit ihr arbeitet, weiß, wo alles steht – und übersieht genau deshalb, was ein Angehöriger oder eine Pflegefachkraft beim ersten Besuch nicht findet. Ein Blick von außen kostet nichts als etwas Zeit und bringt meist eine Liste, die kürzer ist als befürchtet.

Wenn Sie mögen, sehen wir uns Ihren Auftritt einmal von außen an: Wo steht er heute, welche Struktur trägt ihn, was fehlt. Wir arbeiten seit 2017 ausschließlich mit Trägern der Pflege- und Sozialwirtschaft – Sie bekommen also keine allgemeine Website-Kritik, sondern eine Einschätzung von jemandem, der diese Websites täglich sieht.

Status quo ansehen lassen

Sechs Marktwahrheiten aus 6 Zusammenhängen

4,0 %

Die Basis steht – die Kür fehlt

94,4 % der Träger haben eine mobil optimierte Website, 100 % nutzen HTTPS. Aber nur 4,0 % messen, ob daraus jemals eine Bewerbung oder Anfrage wird.

100 Träger

Unsichtbar für Google for Jobs

Genau 100 der 5.535 ausgewerteten Träger zeichnen ihre Stellenanzeigen strukturiert aus – mindestens 1,8 %. Von diesen 100 bieten 12 eine Direktbewerbung an, 7 nennen ein Gehalt.

7,0×

Wer misst, misst weiter

Träger mit einem Tag Manager setzen siebenmal häufiger auch Conversion-Tracking ein: 14,7 % gegenüber 2,1 %. Das erste Werkzeug zieht das zweite nach sich.

6,6×

Vertrauen kommt im Paket

Träger mit sichtbarem QM-System sind zu 25,5 % nach ISO 9001 zertifiziert – ohne nur zu 3,9 %. Und sie zeigen dreimal so oft einen Qualitätsbericht.

1,5×

Inhalt ist der rote Faden

Träger mit Blog- oder Ratgeberbereich haben deutlich häufiger Stellenangebote online: 53,3 % gegenüber 36,0 %. Redaktion und Recruiting hängen zusammen.

11,0 %

Bewerberdaten wandern ab

11,0 % der Träger laden Schriften von externen Servern und übertragen dabei die IP-Adresse jedes Besuchers. 5,0 % starten ihr Tracking, bevor sie fragen.

Die Basis steht – die Kür fehlt

Die technische Grundlage ist fast überall vorhanden: verschlüsselt, mobil, für Maschinen lesbar. Was fehlt, ist die Auszeichnung, mit der Google und KI-Systeme etwas anfangen können.

sichere Verbindung (HTTPS)100,0 %
KI-Crawler erlaubt98,0 %
mobil optimiert (Viewport)94,4 %
Sitemap vorhanden67,1 %
strukturierte Daten (Schema.org)44,4 %
llms.txt vorhanden4,8 %
FAQ-Schema1,6 %

Anteil der Träger · n = 5.535 · Stand 9. Juli 2026

Recruiting-Reife

Vier Werte sind gesichert, drei sind Untergrenzen: Ob eine Karriereseite gefunden wird, hängt davon ab, wie tief wir die Website lesen konnten. Der wahre Wert liegt höher – wie viel höher, wissen wir nicht.

Stellenangebote online (mindestens)44,9 %
eigene Karriereseite (mindestens)16,2 %
One-Click-Bewerbung12,9 %
Stellen-Schema für Google for Jobs (mindestens)1,8 %
Bewerbung ohne Lebenslauf1,4 %
Direktbewerbung im Stellen-Schema12 Träger
Gehalt im Stellen-Schema7 Träger

Anteil der Träger · n = 5.535 · Stand 9. Juli 2026

Messbarkeit: Der Markt fliegt blind

Gemessen wird wenig – und dort, wo Geld fließt, am wenigsten. Von den Trägern, die erkennbar Anzeigen schalten, prüfen 62,4 % nicht, ob daraus Bewerbungen entstehen.

Google Analytics im Einsatz42,0 %
Search Console verifiziert (mindestens)15,5 %
schaltet erkennbar Werbung8,3 %
Conversion-Tracking4,0 %

Anteil der Träger · n = 5.535 · Stand 9. Juli 2026

Barrierefreiheit (seit dem BFSG Pflicht)

Die technischen Grundlagen sitzen erstaunlich gut. Die Erklärung zur Barrierefreiheit, die das Gesetz verlangt, ist dagegen die Ausnahme – und selbst dieser Wert ist noch eine Untergrenze.

Formular-Labels gesetzt97,2 %
Sprach-Attribut (lang)94,3 %
ARIA-Landmarken90,2 %
Skip-Link vorhanden61,3 %
Barrierefreiheitserklärung (mindestens)43,0 %

Anteil der Träger · n = 5.535 · Stand 9. Juli 2026

Datenschutz: was die Website über den Träger verrät

Zwei Merkmale sind direkt am Quelltext ablesbar – und beide betreffen jede Person, die sich über die Website bewirbt. Sie treten gebündelt auf: Wer die Schriften extern lädt, startet auch häufiger Tracking ohne Einwilligung.

Cookie-Banner vorhanden (mindestens)mind. 66,4 %
laden Schriften von externen Servern11 %
starten Tracking vor der Einwilligung5 %

Anteil der Träger · n = 5.535 · Stand 9. Juli 2026

Der digitale Reifegrad in sechs Scores

fokus›KI verdichtet die Einzelsignale zu sechs Komposit-Scores. Das Muster ist eindeutig: Sichtbar sind viele – doch der Weg vom Besuch zur Bewerbung (Conversion & Prozess) ist mit Abstand die größte Schwachstelle; hier bleibt nahezu der gesamte Markt unter seinen Möglichkeiten.

Digital-/AI-Readiness65,0
Local-Visibility53,3
Recruiting-Readiness46,3
Employer-Branding42,1
Conversion / Prozess24,2
Trust / Transparenz21,0

Wie wenig reicht, um vorn zu liegen

Die Verteilung zeigt, wie offen das Feld ist: Beim Conversion-Score erreicht die Hälfte aller Träger höchstens 17 von 100 Punkten – wer 33 Punkte schafft, gehört bereits zu den besten 10 % der Branche. Beim Vertrauens-Score stehen 28,2 % bei exakt null, die Top-10-%-Schwelle liegt ebenfalls bei nur 33 Punkten. Mit wenigen gezielten Bausteinen überholt man hier den Großteil des Marktes.

Ø Score 0–100 · n = 6.352 · Stand 9. Juli 2026

Was womit zusammenhängt

Manche Merkmale treten auffällig oft gemeinsam auf. Sechs solcher Muster haben unsere Prüfung überstanden – berechnet auf den 4.560 Trägern, deren Website wir weitgehend gelesen haben. Sie sagen nichts über Ursache und Wirkung. Sie zeigen, was zusammen auftritt – und was das aus unserer Sicht für Ihre Einrichtung bedeutet:

deutlicher Zusammenhang

Ein Werkzeug zieht das nächste nach sich

Was wir sehen: Träger mit einem Tag Manager nutzen siebenmal häufiger Conversion-Tracking: 14,7 % gegenüber 2,1 % (n = 707 / 3.853).

Was das für Sie heißt: Wer einmal anfängt zu messen, misst weiter. Der erste Schritt ist der schwerste – und der günstigste.

deutlicher Zusammenhang

Messen heißt nicht auswerten

Was wir sehen: Träger mit Web-Analytics setzen sechsmal häufiger Conversion-Tracking ein: 7,6 % gegenüber 1,2 % (n = 2.049 / 2.511).

Was das für Sie heißt: Ein Analytics-Skript einzubinden ist einfach. Zu definieren, was als Bewerbung zählt, ist die eigentliche Arbeit.

deutlicher Zusammenhang

Vertrauen kommt im Paket

Was wir sehen: Träger mit sichtbarem QM-System sind zu 25,5 % nach ISO 9001 zertifiziert – ohne nur zu 3,9 % (n = 2.143 / 2.417).

Was das für Sie heißt: Qualität wird selten einzeln gezeigt. Wer eines belegt, belegt meist mehreres.

sehr enger Zusammenhang

Qualität wird belegt, nicht behauptet

Was wir sehen: Träger mit QM-System zeigen zu 22,3 % einen Qualitätsbericht – ohne nur zu 7,8 % (n = 2.143 / 2.417).

Was das für Sie heißt: Ein Qualitätsbericht ist die einzige Aussage über Pflegequalität, die niemand selbst formuliert hat.

deutlicher Zusammenhang

Wer bloggt, zeigt Stellen

Was wir sehen: Träger mit Blog- oder Ratgeberbereich haben zu 53,3 % Stellenangebote online – ohne nur zu 36,0 % (n = 3.760 / 800).

Was das für Sie heißt: Wer regelmäßig etwas zu sagen hat, sagt auch, dass er sucht. Redaktion und Recruiting hängen zusammen.

deutlicher Zusammenhang

Wer Barrierefreiheit erklärt, setzt sie auch um

Was wir sehen: Träger mit Barrierefreiheitserklärung haben zu 74,1 % auch einen Skip-Link – ohne nur zu 53,0 % (n = 2.126 / 2.434).

Was das für Sie heißt: Die Erklärung ist kein Feigenblatt: Wer sie veröffentlicht, hat meist auch technisch nachgezogen. Seit dem BFSG ist beides Pflicht.

Jeder Zusammenhang wurde aus den Rohdaten neu berechnet; beide Vergleichsgruppen umfassen mindestens 150 Träger (n = 6.352). Ein „Zusammenhang" heißt: Wo das eine auftritt, tritt meist auch das andere auf – kein Automatismus, und keine Ursache. Welcher der beiden Werte den anderen nach sich zieht, sagen diese Daten nicht.

Der Trägertyp-Vergleich: Wer kann was?

Frei-gemeinnützige Träger stellen mit 35,1 % die größte Gruppe, gefolgt von privaten (23,1 %), konfessionellen (19,6 %) und öffentlichen (15,8 %). Vergleicht man nur Websites ähnlicher Größe, schrumpfen die Unterschiede beim Recruiting fast zusammen: Zwischen dem stärksten und dem schwächsten Trägertyp liegen bei „Stellenangebote online“ nur 6,1 Prozentpunkte. Deutlich bleibt der Unterschied bei der Technik. Private Träger messen am konsequentesten (52,0 % Web-Analytics, 7,1 % Conversion-Tracking), öffentliche am wenigsten: Von 168 öffentlichen Trägern dieser Gruppe misst genau einer, ob aus Besuchern Bewerbungen werden. Und frei-gemeinnützige Träger machen ihre Qualität am seltensten sichtbar: 34,1 % zeigen ein QM-System, 5,4 % einen Qualitätsbericht. Ob die Qualität fehlt oder nur ihr Nachweis, sagen diese Daten nicht. Genau dort liegt der schnellste Hebel.

frei-gemeinnützig35,1 %
privat23,1 %
konfessionell19,6 %
öffentlich15,8 %
ohne eindeutige Zuordnung5,3 %

Und was die Typen unterscheidet:

Merkmal (Ø bzw. Anteil)konfessionellöffentlichprivatfrei-gemeinnützigGesamt
Stellenangebote online41,6 %37,5 %36,7 %42,8 %39,8 %
QM-System sichtbar49,1 %41,7 %53,6 %34,1 %42,7 %
Qualitätsbericht sichtbar12,9 %14,9 %12,7 %5,4 %9,5 %
Web-Analytics39,3 %39,9 %52,0 %33,2 %39,8 %
Conversion-Tracking5,4 %0,6 %7,1 %1,6 %4,0 %

n = 2.261 · Nur Träger mit höchstens 70 URLs, von denen der Crawler mindestens 25 Seiten gelesen hat. Grund: Öffentliche Träger haben im Median 145 URLs, private 36. Ohne diese Kontrolle vergliche die Tabelle Websitegröße statt Trägertyp – bei „Stellen online“ fiele die Spannweite von 6,1 auf scheinbare 20,3 Punkte. Fallzahlen: konfessionell 389 · öffentlich 168 · privat 575 · frei-gemeinnützig 989. Bei kleinen Anteilen zählt die absolute Zahl: Die 0,6 % Conversion-Tracking bei öffentlichen Trägern sind ein einziger Träger von 168. Der Crawler liest höchstens 29 Unterseiten je Träger; bei großen Websites findet er Merkmale auf Unterseiten deshalb seltener. Ohne diese Bereinigung verglichen die Zeilen die Websitegröße statt den Trägertyp.

Wie die Datenbasis gewachsen ist

Der Report ist keine einmalige Studie, sondern eine fortlaufende Messung. Jede Welle erweitert die Grundgesamtheit und schärft die Methode – auch dort, wo das bedeutet, frühere Zahlen zu korrigieren.

  1. Welle 1

    1.663

    Träger

  2. Welle 2

    3.953

    Träger

  3. Welle 3

    4.674

    Träger

  4. Welle 4

    6.352

    Träger · aktuell

Jetzt beginnt die Interpretationsphase

Mit 6.352 Trägern ist die Datenbasis groß genug, um vom Zählen zum Deuten überzugehen. Die ersten Interpretationen stehen auf dieser Seite – die sechs Zusammenhänge weiter oben. Weitere folgen Welle für Welle. Die nächste Messung läuft im August 2026.

Zwei Zahlen, die Bewerberdaten betreffen

Beides ist am Quelltext direkt messbar – und beides betrifft jede Person, die sich über die Website bewirbt.

11,0 %

der Träger laden Schriften von externen Servern (z. B. Google Fonts)

n = 607 von 6.352

5,0 %

der Träger starten Tracking vor der Einwilligung

n = 278 von 6.352

Und wie tief das Stellen-Schema wirklich reicht

  • haben ein Stellen-Schema (JobPosting)1,8 %
  • davon mit Veröffentlichungsdatum1,0 %
  • davon mit Beschäftigungsart0,7 %
  • davon mit Arbeitsort0,7 %
  • davon mit Direktbewerbung12 Träger
  • davon mit Gehaltsangabe7 Träger

Ein Stellen-Schema zu haben, heißt nicht, dass Google damit etwas anfangen kann. Von den 100 Trägern mit Schema bieten zwölf eine Direktbewerbung an und sieben nennen ein Gehalt.

Zur Methodik

Grundlage ist unsere eigene, laufend ausgebaute Marktdatenbank: eine automatisierte Analyse der öffentlich zugänglichen Websites von Trägern im deutschen Pflege- und Sozialwesen. Ausgewertet werden ausschließlich anonyme, aggregierte Muster – keine personenbezogenen Daten, keine namentliche Nennung einzelner Einrichtungen. Die aktuelle Welle umfasst 6.352 analysierte Träger mit je 85 gemessenen Variablen. Ausgewertet werden davon 5.535 Träger, deren Website tief genug gelesen werden konnte (mindestens 10 Unterseiten). Jeder Prozentwert bezieht sich auf diese Basis. Ein Zusammenhang wird nur ausgewiesen, wenn beide Seiten lesetiefenstabile Signale sind und beide Vergleichsgruppen mindestens 150 Träger umfassen. Stichtag: 9. Juli 2026.

Warum wir 817 Datensätze verwerfen

Wenn unser Analyseprogramm nur zwei Unterseiten einer Website lesen kann, findet es fast nichts – und alles steht auf „nein". Das sieht aus wie ein schlecht aufgestellter Träger, ist aber eine gescheiterte Messung. Wir prüfen das an einem Merkmal, dessen wahren Wert wir kennen: Das Impressum ist gesetzlich vorgeschrieben, praktisch jeder Träger hat eines.

Bei ein bis zwei gelesenen Seiten finden wir es nur bei 19,4 % der Träger, bei drei bis vier bei 54,7 %. Ab zehn gelesenen Seiten bei 98,1 % – dort trifft die Messung die Wirklichkeit. Deshalb werten wir nur Träger ab 10 gelesenen Seiten aus: 5.535 von 6.352, Impressum-Quote 99,3 %.

Eine strengere Schwelle wäre bequem, aber falsch: Sie würde vor allem kleine, private Träger aussortieren, deren Websites schlicht weniger Unterseiten haben – und das Bild des Marktes verschieben, statt es zu schärfen.

Was „mindestens" bedeutet

Manche Merkmale erkennen wir nur, wenn wir die richtige Unterseite gelesen haben – etwa die Erklärung zur Barrierefreiheit oder eine eigene Karriereseite. Diese Werte steigen mit der Lesetiefe. Wir weisen sie deshalb als Untergrenze aus: Der wahre Wert liegt höher; wie viel höher, wissen wir nicht. Merkmale, die im Kopf jeder Seite stehen – HTTPS, Viewport, strukturierte Daten – sind davon unabhängig und werden ohne Einschränkung berichtet.

15 Marktwerte

Diese Merkmale ändern sich nicht mit der Lesetiefe. Sie gelten für alle 5.535 ausgewerteten Träger.

  • sichere Verbindung (HTTPS)100 %
  • KI-Crawler erlaubt98 %
  • Formular-Labels gesetzt97,2 %
  • mobil optimiert (Viewport)94,4 %
  • Sprach-Attribut (lang)94,3 %
  • ARIA-Landmarken90,2 %
  • Sitemap vorhanden67,1 %
  • Skip-Link vorhanden61,3 %
  • strukturierte Daten (Schema.org)44,4 %
  • Google Analytics im Einsatz21,7 %
  • Schriften von externen Servern11 %
  • schaltet erkennbar Werbung8,3 %
  • Tracking vor der Einwilligung5 %
  • llms.txt vorhanden4,8 %
  • Conversion-Tracking4 %
  • FAQ-Schema89 Träger

Untergrenzen

Diese Merkmale liegen auf Unterseiten. Der wahre Wert liegt höher – der Faktor zeigt, wie stark der Wert mit der Lesetiefe steigt.

  • Direktbewerbung im Stellen-Schemamind. 12 Träger · ×1,9
  • Gehalt im Stellen-Schemamind. 7 Träger · ×1,9
  • One-Click-Bewerbungmind. 12,9 % · ×1,15
  • Bewerbung ohne Lebenslaufmind. 78 Träger · ×1,07
  • Kostenrechnermind. 68 Träger · ×1,24
  • Blog- oder Ratgeberbereichmind. 75 % · ×2,1
  • Cookie-Bannermind. 66,4 % · ×1,3
  • Stellenangebote onlinemind. 44,9 % · ×2,6
  • Barrierefreiheitserklärungmind. 43 % · ×1,8
  • Search Console verifiziertmind. 15,5 % · ×1,6
  • eigene Karriereseitemind. 16,2 % · ×3
  • Stellen-Schema (Google for Jobs)mind. 1,8 % · ×1,9

Wofür diese Zahlen nicht stehen

Wir haben Träger mit eigener Website erhoben – keine Zufallsauswahl aller Träger. Öffentliche Träger sind in unserer Erhebung häufiger vertreten als im Markt, private seltener; kleine ambulante Dienste haben oft keine oder eine sehr kleine Website. Rechnet man unsere Werte auf den amtlichen Trägermix der Pflegestatistik um, verschieben sie sich um höchstens 1,7 Prozentpunkte – und überwiegend nach oben. Unsere Zahlen sind also eher vorsichtig als übertrieben.

Ein Konfidenzintervall weisen wir bewusst nicht aus: Es würde die Streuung einer Zufallsauswahl beschreiben, die es hier nicht gibt. Und unser Analyseprogramm liest höchstens 29 Unterseiten je Träger. Deshalb sind die Untergrenzen echte Untergrenzen – bei „Stellenangebote online" steigt der Wert bis zur letzten gelesenen Seite weiter an.

Was wir bewusst nicht ausweisen

Eine Zahl zu haben heißt nicht, sie veröffentlichen zu dürfen. Drei Auswertungen halten wir zurück, weil sie den Markt nicht korrekt abbilden würden: Vergleiche nach Bundesland (der Sitz eines Trägers lässt sich aus einer Website nicht zuverlässig ableiten; Stadtstaaten wären systematisch überrepräsentiert), Vergleiche nach Trägergröße (nur 3,7 % der Träger nennen überhaupt eine Mitarbeiterzahl – gemessen würde die Auskunftsfreude, nicht die Größe) und Einzelsignale, die wir nicht gegenprüfen konnten. Lieber eine Aussage weniger als eine, die nicht trägt.

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Wo stehen Sie im Vergleich zur Branche?

Wir werten Ihren digitalen Auftritt mit denselben Signalen aus wie den Gesamtmarkt – und zeigen Ihnen konkret, wo Ihre größten Hebel für Recruiting, Belegung und Sichtbarkeit liegen.

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